Frühzeit
Die griechische Geschichte hat ihren Ursprung bereits in
der Jungsteinzeit. Die ersten uns bekannten Siedler stammen
aus dieser Zeit, wie Datierungen und Fundstellen beweisen.
Die späteren Bewohner des Festlandes, die Hellenen,
rüsteten umfangreiche See- und Militärexpeditionen
aus und erforschten das Mittelmeer und das Schwarze Meer,
bis zum Atlantik und dem Kaukasusgebirge. Eine dieser Expeditionen,
die Belagerung von Troja, wird in dem ersten größten
europäischen Werk, Homers Ilias, beschrieben. Im gesamten
Mittelmeerraum, in Kleinasien und an der nordafrikanischen
Küste wurden infolge der Reisen zur Erschließung
neuer Märkte zahlreiche griechische Siedlungen gegründet.
Während der klassischen Periode (5 Jh. v. Chr.) bestand
Griechenland aus Stadtstaaten. Der größte war
Athen gefolgt von Sparta und Theben. Ein entschiedener Geist
von Unabhängigkeit und Freiheitsliebe verhalf den Griechen
zum Sieg über die Perser, in Schlachten, die in die
Weltgeschichte eingegangen sind. Darunter die Schlachten
bei Marathon, Thermopylen, Salamis und Platäa.
3. und 2. Jahrtausend v. Chr.
Am Anfang des dritten Jahrtausends brach für
die ägäische Welt eine neue Ära an. Die Einführung
von Metallen aus dem Orient brachte die Entwicklung der Schifffahrt
und des Handels mit sich, sowie eine starke Veränderung
der bis dahin aus der Jungsteinzeit entstandenen Gesamtstruktur.
Zu dieser Zeit etwa entstanden und entwickelten sich nahezu
gleichzeitig die drei ersten größeren europäischen
Kulturen. Die Kykladenkultur, die kretische oder minoische
Kultur und die helladische, deren letzte Phase besser bekannt
ist unter der Bezeichnung mykenische Kultur.

Die Ausbreitung des Gebrauchs von Metall gab den bereits
mit der See vertrauten Kykladenbewohnern die Chance, den
Handel systematisch aufzubauen und Verbindungen mit Kreta,
dem griechischen Festland, Zypern und den Küsten von
Kleinasien und Afrika herzustellen.
Die Frühe Kykladenkultur (3.200 bis 2.000 v. Chr.)
hat einen ursprünglichen und starken Inselcharakter.
Ihre Spuren hat sie auf beinahe allen Inseln der Kykladengruppe
hinterlassen. Gegenstände des täglichen Lebens
lassen auf hohen Lebensstandard schließen. Die Marmorerzeugnisse
drücken in der frühen Kykladenkultur eine ganz
besondere Lebendigkeit und Strenge aus. Neben Stein- und
Tonvasen und Gebrauchsgegenständen kann man im Nationalmuseum
diese Marmorerzeugnisse als das Werk von tüchtigen Handwerkern
bewundern. Gegen Ende des dritten Jahrtausends wurden die
Aktivitäten der Bewohner der Kykladen auf dem Meere
ganz empfindlich durch die Obermacht Kretas auf See beschnitten.
Obwohl der Gipfel der Blütezeit überschritten war,
hinterließ die mittlere Kykladenkultur (2.000 bis 1.500
v. Chr.) starke Spuren.
Auf den Inseln Milos, Paros und Kea zeigen
Ausgrabungen bedeutender Siedlungen viele Spuren des Einflusses
von Griechenland und Kreta. In der letzten Periode der Bronzezeit
(1.500 bis 1.100 v. Chr.) kamen die Kykladen unter den Einfluss
der mykenischen Kultur.

Im frühen dritten Jahrtausend wanderte eine neue mächtige
Gruppe nach Kreta ein. Außer ihre Kenntnisse in der
Weiterverarbeitung von Metallen, brachte diese neue Lebensgewohnheiten
mit sich, die um etliches anspruchsvoller waren als die der
alten jungsteinzeitlichen Bewohner der Insel. Viele Elemente
ihrer eher konservativen Kultur lebten am Anfang der frühminoischen Ära
weiter (2.600 bis 1.900 v. Chr.), verschwanden jedoch aufgrund
des neuen minoischen Einflusses vollständig um 2.400
v. Chr.

Lebensart
Die vielfarbigen Steinvasen, die man in der frühminoischen
Zeit ausgegraben hatte beweisen, dass die Minoer bereits
sehr früh nach Bequemlichkeit und Luxus suchten. Der
Stil, gefundener und reich verzierter Keramik beweist ohne
Zweifel den Einfluss aus den östlichen Ländern.
In der minoischen Epoche, zwischen 1.900 und 1500, erreichte
die Kunst eine Feinheit, mit der sich nur wenige Kulturen
messen können. Um das Jahr 1.900 v. Chr., entstanden
die großen Paläste von Knossos, Phaistos und Malia.
Die Könige der frühen Palastperiode hatten ihre
Handelsbeziehungen zu den Völkern des Ostens intensiviert.
Die fein verarbeitete Keramik von künstlerischem Wert
und reizvollen mehrfarbigen Dekorationen, war auf ausländischen
Märkten sehr begehrt. Weitere Funde wurden sogar in
der Gegend um Ägypten und Umgebung geborgen.
Um 1700 v. Chr. zerstörten Erdbeben die Mehrheit der
prachtvollen Paläste. Die Entwicklung wurde glücklicherweise
nicht unterbrochen, vielmehr wurden die Paläste sehr
schnell wiederaufgebaut und erneut zum Mittelpunkt des kulturellen
und religiösen Lebens im Lande. Die luxuriösen
königlichen Gemächer sowie Korridore und Empfangshallen
waren großzügig geschmückt. Begeistert ließen
sich die Künstler von der umgebenden Natur inspirieren
und brachten ihre Ideenvielfalt zum Ausdruck. Die Aristokratie
genoss zur damaligen Zeit einen sehr hohen Lebensstandart.
Unzählige Sommerpaläste, Villen, Bauernhäuser
und fürstlich eingerichtete Residenzen, meist mit wunderschönen
Ornamenten, waren zu dieser Zeit über ganz Kreta erbaut
worden. Heute noch erhaltene Überreste einiger minoischer
Siedlungen geben ein gutes Bild von dem Leben zu damaliger
Zeit ab.

Ende der kretische Kultur
Das Ende der kretischen Kultur wurde mit dem Vulkanausbruch
auf der Insel Theraum1.500bis
1.450 v.Chr. eingeläutet. Durch diesen
Vulkanausbruch wurden alle kretischen Paläste sowie
die Hauptstadt der Insel Thera zerstört.
Auf Kreta überdauerte lediglich der Palast von Knossosfür
kurze Zeit (ca. 50 Jahre) unter einer mykenischen Dynastie
bis zu seiner endgültigen Zerstörung, durch einen
Brand, um das Jahr 1.400 v. Chr. Das Studium der späten
mykenischen 111 Periode (1.400 bis 1.100 v. Chr.) bestätigt,
dass Kreta jetzt nur noch eine Rolle am Rande spielte. Der
Höhepunkt der Entwicklung der mykenischen Kultur ist
zugleich der Beginn der helladischen Kultur.

Die frühe helladische Kultur war zumindest am Anfang
eine Mischung aus örtlichen jungsteinzeitlichen Traditionen
und östlichen Einflüssen. Im Laufe ihrer Entwicklung
scheint sie sich jedoch zu einer ägäischen Kultur
entfaltet zu haben, und zwar unterscheidbar von den Kulturen
der frühen kykladischen und minoischen Perioden durch
ihre Tendenz, das Festlandgriechische beizubehalten. Einige
Siedlungen und Grabfelder sind in Attika, Böotien und
auf Euböa auf der Insel Ägina ausgegraben worden.
In Lerne wurde diese Zeitepoche am intensivsten erforscht.
Hier hatte man auch die Ruinen einer im Jahre 2.100 v. Chr.
zerstörten Stadt ausgegraben. Einige andere Siedlungen
wurden ebenfalls gegen Ende des dritten Jahrtausends zerstört.
Zahlreiche Völkerwanderungen waren der Anlass zur Schaffung
der mittleren helladischen Kultur (1.900 bis 1.550 v. Chr.)
in Griechenland. Zu Anfang dieser Periode ist ein Rückgang
des in der frühen helladischen Periode erreichten Wohlstandes
zu registrieren. Untersuchungen stimmen darin überein,
dass diese Völkerwanderungen die Ankunft der ersten
griechischsprechenden Indogermanen in Griechenland markieren.
Ihre Siedlungen, die sie gewöhnlich auf den Ruinen
der frühen helladischen Siedlungen erbauten, waren meistens
unbewehrt. Die Bewohner des griechischen Festlandes, die
bereits den Glanz minoischen Lebens kennen gelernt hatten,
ließen
sich bei der Schaffung ihrer eigenen mykenischen Kultur,
die in der zweiten Hälfte des zweiten Jahrtausends
in der gesamten ägäischen Welt unangefochten blieb,
von diesem Vorbild leiten.

Die mykenische (späte helladische) Kultur
1.600 bis 1.200 v. Chr.
Mit den mächtigen Mauern der Burg von Mykene haben
sich in der Sage der alten Griechen die größten
Namen der Vorzeit verbunden. Wie uns Homer erzählt,
saß in Mykene das Geschlecht des Agamemnon, der einst
die Helden aller griechischen Stämme im Kampf gegen
Troja angeführt hat. Doch diese Sagen wurden so lange
nicht ernst genommen, bis Heinrich Schliemann darauf kam,
die Stätten der großen griechischen Sagen des
Homer und der Tragödie zu besuchen. Aufgrund seiner
Funde in Troja, Mykene und Tiryns bestätigten sich nicht
nur manche Sagen, sondern sie brachten auch eine bis zu diesem
Zeitpunkt unbekannte Epoche, die Vorgeschichte, zum Vorschein
und haben über dies die mykenische Kultur erschlossen.
Nach den Perserkriegen wurden Mykene und Tiryns von Argos
zerstört, welches das Erbe Mykenes antrat. Erst in hellenistischer
Zeit, im 3. Jh. vor Chr., hat Mykene eine gewisse Selbstständigkeit
wiedererlangt und sich auch eine Mauer um die Unterstadt
geschaffen.

Die wahre Blütezeit
Aber die wahre
Blütezeit Mykenes und Tiryns war das
2. Jahrtausend. Vor dieser Zeit bewohnte eine vorgriechische
Bevölkerung weite Teile Griechenlands. Von ihr zeugen
heute noch ungriechische Namen für Orte, Berge oder
Flüsse. Dazu zählte auch Tiryns, wo ein großer
Rundbau aus dieser Zeit gefunden wurde, welcher als Rest
der ältesten Besiedlung identifiziert werden konnte.
Später, Anfang des 2. Jahrtausends, wanderten aus
dem Norden griechische Stämme ein, Ioner und Achäer,
die von Norden Stück für Stück die Landschaften
von Hellas besiedelten. Das war die Geburtsstunde Mykenes.
Von dort aus wurden dann etliche mykenische Burgen über
die ganze Gegend verstreut errichtet und durch ein geschickt
ausgebautes Straßennetz verbunden. So bildeten sich
ritterliche Staaten ganz ähnlich wie in unserem Mittelalter.
Auch das Leben am Hof der mykenischen Könige dürfen
wir uns nach mittelalterlicher Weise vorstellen.

Handelsbeziehungen
Die mykenische Kultur entfaltete sich nach der Eroberung
und Besiedlung Kretas um 1500, wo durch die Verschmelzung
mit minoischen Elementen ein neuer Reiz entstand. Diverse
mykenische Funde wie Ton- oder Bronzewaren in aller Welt,
vor allem in Ägypten, Syrien und Zypern deuten auf rege
Handelsbeziehungen hin. Nach dem Untergang Mykenes lebte
die Kultur in den Ionern, Achäern und Athenern aber
auch in vielen bekannten Sagen weiter, bis zum heutigen Tag.
Die Zerstörung der kretischen Paläste um 1500
v. hr. gab den Mykenern die Möglichkeit, ihre Handelsbeziehungen
in der Ägäis weiter zu entwickeln und sie nach
der endgültigen Zerstörung des Palastes von Knossos
im Jahre 1400 v. Chr. zum Monopol auszubauen. Weder aus der
frühmykenischen Periode, noch aus der 2. späten
helladischen Periode (1500 bis 1425 v. Chr.) sind Spuren
von Palastbauten vorhanden. Dennoch gab es zweifellos eine
geordnete Gesellschaft, die von Königen und der Aristokratie
regiert wurde, was belegt wird durch die ausgezeichneten
Funde in den königlichen Schachtgräbern und der
prachtvollen Architektur der Kuppelgräber dieser Zeit.

Neue Siedlungen im Osten
Mit Beginn der
3. späten helladischen Periode (1425
- 1100 v. Chr.) breitete sich die mykenische Kultur am stärksten
aus. Zahlreiche neue Siedlungen in Griechenland selbst, Koloniegründungen
und Handelsniederlassungen im Osten und vor allem die Entstehung
der stattlichen mykenischen Paläste mit ihrer strengen,
einfachen Form des Festland-Herrensitzes (Hof, Säulengang,
Vorhalle und erhöhte Plattform mit der zentralen Feuerstelle)
mit ihren riesigen kyklopischen Mauern, zeugen von dem steigenden
Lebensstandard und der zunehmenden Macht der zentralen Autorität.
Um 1300 v. Chr. waren die Paläste von Mykene, Tiryns,
Theben und Pylos bereits gebaut, die zwei ersten von starken
kyklopischen Mauern umgeben. Die wirtschaftlichen und kulturellen
Beziehungen der Mykener im gesamten östlichen Mittelmeer
wurden im 13. Jh.v. Chr. immer umfangreicher; um etwa 1250
v. Chr. hatte sich über das gesamte griechische Festland,
die Kykladen, Kreta und die Küsten von Ägypten
und Kleinasien eine homogene Kultur ausgebreitet. In dieser
Zeit wurde die westliche Mauer der Burg von Mykene mit ihrem
Nordtor und dem prachtvollen Löwentor errichtet. Beinahe überall
in Griechenland fanden sich Reste der mykenischen Kultur.
In den meisten griechischen Museen kann der Besucher Geburt,
Aufstieg und Niedergang einer der größten Kulturen
der antiken Welt verfolgen.

Der Griechische Siedlungsraum hat sich in der Zeit von
1200 v. Chr. bis 800 v. Chr. nicht mehr weitgehend verändert.
Griechenland bestand seinerzeit aus vielen kleinen selbstständigen
Stadt- beziehungsweise Kleinstaaten, welche oftmals noch
miteinander konkurrierten. Dies ist überwiegend auf
die natürlichen Gegebenheiten und auf das Denken der
einzelnen griechischen Stämme zurückzuführen.
Größere Staaten haben sich nur in solchen Regionen
gebildet, wo die geographische Lage einen Zusammenschluss
förderte, welcher für alle vorteilhafter war. Dies
war aufgrund der natürlichen Beschaffenheit des Landes, überwiegend
im Osten der Fall da hier weitere ebene Flächen vorhanden
waren.
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Am Anfang des 8. Jahrhunderts wurden von den Doriern mehrere
städtische Siedlungen auf dem griechischen Festland
gebildet. Meistens wurden die Städte in der Nähe
von Gebirgen oder Anhöhen erbaut. Aufgrund Griechenlands
geographischer Lage kamen die Zuwanderer nicht in Strömen
sondern in Schüben zu den neuen Ballungszentren. Viele ältere
Familien- und Stammesverbände lösten sich zu Gunsten
einzelner Städte auf, wodurch die zukünftige Staatsform
der Polis entstehen konnte.
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Mit Athens Unterstützung der kleinasiatischen Griechenstädte
im Ionischen Aufstand um 500 v. Chr., beginnt das klassische
Zeitalter Griechenlands und der jahrhundertlange Konflikt
mit Persien. Als die Perser zu einer Strafexpedition in Griechenland
einfallen, werden sie 490 v. Chr. von den Athenern in der
Schlacht bei Marathon besiegt. Zehn Jahre später unterliegen
die Perser der athenischen Flotte in der Seeschlacht von
Salamis und 479 v. Chr. den vereinigten Heeren der griechischen
Polis in der Schlacht von Platäa.
Mit der Gründung des Attischen Seebundes 477 v. Chr.
zur Abwehr der
Persergefahr und unter der Vorherrschaft Athens beginnt die Blütezeit
der Stadt. Diese reichte bis zum Ende der Regierungszeit des Perikles im Jahr
429 v. Chr. Damals ntstehen einige der bedeutendsten philosophischen, literarischen
und architektonischen Werke der griechischen Antike. Auch der Philosoph Sokrates
wirkte damals in Athen.

Der Peloponnesische Krieg
Die zunehmende Rivalität zwischen der Seemacht Athen
und der Landmacht Sparta mündet 431 v. Chr. in den fast
30 Jahre währenden Peloponnesischen Krieg. Er endet
404 v. Chr. mit der Niederlage Athens und der Errichtung
einer spartanischen Hegemonie über Griechenland. In
der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts v. Chr. führen
die griechischen Städte einen fast permanenten Krieg
aller gegen alle - in wechselnden Koalitionen und nter fortwährender
Einmischung der Perserkönige. Nacheinander lösen
sich Sparta, Athen und Theben in der Vorherrschaft ab.
Nach der Ermordung Philipps II. 336 v. Chr. führte
sein Sohn Alexander der Große das griechische Heer
nach Asien und erobert in nur wenigen Jahren das gesamte
persische Reich. Der Alexanderzug bahnt der griechischen
Kultur im gesamten damals bekannten Orient den Weg, von Ägypten über
Mesopotamien und Persien bis zu den Grenzen Indiens. Nach
Alexanders Tod 323 v. Chr. in Babylon teilten seine Nachfolger,
die Diadochen in lange währenden Kriegen das Reich unter
sich auf. Als letzter Nachfolgestaat des Alexanderreichs
wird Ägypten im Jahre 30 v. Chr. ins Römische Reich
eingegliedert.

In der Zwischenzeit tauchte innerhalb der griechischen
Welteine neue politische Macht auf. Den
bis dato isoliert in ihrem eigenen Lande lebenden Mazedoniern
gelang es unter ihrem damaligen König Philipp II, die
meisten griechischen Städte und schließlich Athen
zu unterwerfen.
Die historische Schlacht von Chäronia (338 v. Chr.)bedeutete
das Ende der unabhängigen Stadtstaaten, die obwohl gezwungenermaßen
zum ersten Maleine einzige Nation unter
Mazedoniens Herrschaft wurden. Nach dem Tod Alexanders des
Großen (323 v. Chr.) verfiel das von ihm mit Hilfe
seiner berühmten Feldzüge gegründete große
Reich und urde unter seinen Generalen und Landverwesern
aufgeteilt.
Die wirklichen Zentren griechischer Kultur und Zivilisation
waren in Alexandria in Ägypten, Seleukia in Syrien und
Pergamon in Kleinasien usw., während Griechenland selbst
die Rolle einer unbeachteten Provinz zufiel, zerrissen von
Streit und mystischen religiösen Kulten, die die Soldaten
aus Alexanders Heer aus dem Osten mitgebracht hatten.

Ein griechischer Staat nach dem anderen fiel unter römische
Herrschaft. Griechenland selbst wurde römische Provinz
(146 v. Chr.). Dennoch haben sich die Worte des Dichters
Horaz bewahrheitet, dass das besiegte Griechenland seine
Eroberer besiegt habe. Die große griechische kulturelle
Tradition übte entscheidenden Einfluss auf die römische
Zivilisation aus, die sich durch letztere in der gesamten
westlichen Weit ausbreitete.

Byzantinische Zeit. Das byzantinische Reich war ein Vielvölkerstaat,
dessen kulturelle Identität jedoch unübersehbar
griechisch war. Dafür steht auch die Tatsache, dass
die griechische Sprache die lateinische sehr schnell aus
den verschiedensten Bereichen verdrängte. Bereits zum
Zeitpunkt der Vertreibung der Araber im Jahr 965 durch Kaiser
Phokas II sind viele Städte entvölkert und liegen
in Ruinen.
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