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Die Geschichte der antiken grieschischen Architektur

       
 

Im Allgemeinen wird Architektur (v. griech: αρχη = Anfang, Ursprung und lat.: tectum = Haus, Dach) als die Kunst oder Wissenschaft des planvollen Entwurfs der menschlichen Umwelt bezeichnet. Architektur steht als Synonym für die Baukunst, teilweise auch für die Baustile. Die Baukunst, die Architektur im engeren Sinne, ist die Lehre von der guten Gestaltung von Bauwerken, insbesondere die Lehre von der guten Gestaltung von Gebäuden. Der oder die Baukunst Schaffende wird als Architekt bezeichnet. Erst im 20. Jahrhundert entstand die Übertragung des aus dem Bauwesen stammenden Architekturbegriffes auf geplante, komplexe Strukturen und deren Konzeption (Entwurf). Das solcherart Geschaffene wird oft auch dann als Baukunst oder Architektur bezeichnet, wenn eine in vieler Hinsicht hervorstechende Qualität festzustellen ist. Die wesentlichen Bereiche, die heute unter architektonischen Gesichtspunkten betrachtet werden, teilen sich natürlich in die bereits erwähnte Baukunst auf, ebenso in Innenarchitektur, in die Raumplanung (mit ihren Teilgebieten Stadtplanung und die Landschaftsplanung), sowie in den Entwurf komplexer technischer Systeme, insbesondere in der Softwareentwicklung und Elektronik. Architektonisch orientierte Tätigkeiten unterscheiden sich von rein technischen durch einen höheren Einsatz an Kreativität. Manchmal sehen sich Architekten als Künstler an. So stellt sich die Architektur in bestimmten Bereichen auch als eine der großen und wesentlichen Kulturaufgaben dar und gibt wie andere Künste einen tiefen Einblick in die Gesellschaft, die sie erschaffen hat. Die charakteristische Formensprache einer bestimmten Periode oder Schule wird als Baustil bezeichnet.

Das idealisierte Leitbild der Architektur ist der Entwurf eines Bauwerks, das mit der Umgebung in vielschichtiger Art und Weise statisch und dynamisch in Verbindung steht. Durch Formgebung, Farbgestaltung und Materialauswahl wird die Beziehung auf einfachster Ebene hergestellt. Auf höherer Ebene macht das Gebäude selbst durch seine Gestalt eine Aussage zu seiner Funktion oder Bestimmung aufmerksam (zum Beispiel: französische Nationalbibliothek in Form von vier aufgeklappten Büchern).

Die dynamische Beziehung bestimmt das Leben innerhalb des Bauwerks (Schaffen von Lebensräumen) sowie außerhalb durch die Gestaltung der Verkehrswege vom und zum Bauwerk. Im äußersten Fall erreicht der Architekt durch sein Werk eine Akzeptanz bei der Bevölkerung, das in diesem ein Symbol seiner Werte und Lebenseinstellung sieht (zum Beispiel: Eiffelturm in Paris, der nur für die Dauer der Weltausstellung 1878 dort stehen sollte, und bis heute ein Sinnbild für Paris ist).

Die Theorie und Geschichte der Achitektur basiert nach der frühesten bekannten Arbeit "Über Architektur" von Vitruvius auf drei Prinzipien: Schönheit (Venustas), Stabilität (Firmitas) und Nützlichkeit (Utilitas). Die Architektur ist grundsätzlich untrennbar mit diesen Eigenschaften verknüpft. Mangelt es einem Gebilde an einer, oder gar mehreren Prinzipien, handelt es sich um Gebäude oder Städte etc., nicht um Architektur.